Sommersaisonkontingent 2017: Handlungsbedarf!

92 Kontingentplätze und mehr als doppelt so viele Anträge führen zu zahlreichen Ablehnungen.


Obwohl die Zahl der Kontingentplätze gegenüber dem letzten Sommer gehalten werden konnte, ist die Situation am Arbeitsmarkt nicht einfacher geworden. Ganz im Gegenteil. In diesem Jahr gab es für die Sommersaison ungewöhnlich viele Anträge für die 92 verfügbaren Kontingentplätze. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kontingentverordnung des Sozialministers eine bevorzugte Behandlung von Nepalesen (für Hütten) und Asylwerber vorsieht. Die Kontingentplätze waren damit für diesen Personenkreis und darüber hinaus für Fachkräfte rasch aufgebraucht und über hundert Ablehnungen für Hilfskräfte mit zum Teil vielen Vorsaisonen waren die Folge.

 

Aktuell bemühen wir uns um einen „Zuschlag“ zum Saisonkontingent von zumindest 20 Plätzen für Vorarlberg. Die Erfolgsaussichten sind allerdings im Hinblick auf die aktuelle politische Situation schwer zu beurteilen. Darüber hinaus muss neben dem bestehenden Saisonkontingent aber endlich ein neu gestaltetes „Stammsaisonier-Modell“ geschaffen werden, das ohne Obergrenze allen Mitarbeiten, die zumindest fünf Saisonen in Österreich gearbeitet haben, einen Kontingentplatz sichert. Dieses Modell soll rechtlich zwischen dem Saisonkontingent und der Rotweißrot-Card eingereiht werden und endlich für Planungs- und Rechtssicherheit für die Betriebe und Mitarbeiter sorgen.