Bildungskonzept setzt Schritte gegen sinkende Lehrlingszahlen

Von 2014 auf 2015 verzeichnete der Tourismus erneut einen Rückgang von 9,7% an Lehrlingen. Mit Maßnahmen gilt es dem Fachkräftemangel entschlossenen entgegenzusetzen.

Während sich die Vorarlberger Lehrlingsquote - der Anteil der Lehrlinge an der Zahl der 15-Jährigen - im Jahr 2015 um 2,04 Prozent erhöht hat, sind die Lehrlingszahlen in der Tourismusbranche weiter rückläufig. Während im Jahr 2006 noch 885 Lehrlinge im Tourismus beschäftigt waren, sind es im Jahr 2015 lediglich noch 548 Lehrlinge. Allein von 2014 auf 2015 verzeichnen wir erneut einen Rückgang von 9,7% an Lehrlingen.

 

Die aktuellen Lehrlingszahlen machen deutlich, dass die intensiv diskutierte und erarbeitete Ausbildungsoffensive 2020 in der Tourismusbranche neben zahlreichen weiteren Maßnahmen wie beispielsweise der Imagekampagne ein Gebot der Stunde ist. Nach den Sparten Gewerbe und Handwerk mit 45,79 %, Industrie mit 21,78 % und Handel mit 12,78 % der Lehrlinge liegt die Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit 7,71 % am fünften Platz der Lehrlingsstatistik. 2016 wird sich die Lehrlingszahl laut Schätzungen auf niedrigerem Niveau einpendeln.

 

Branchenorientiert

Die völlige Neuentwicklung die mit dem modular aufgebauten Bildungssystem für Berufseinsteiger geschaffen wird, macht die Ausbildung attraktiver und begehrter.

Schnuppermöglichkeiten und Orientierung erhöhen die realistischen Vorstellungen vom künftigen Beruf. Die dreijährigen Hotelfachschulen und die bisherige Lehre werden zum neuen touristischen Bildungssystem weiterentwickelt und stärker verschränkt.  Das ausgewogene Verhältnis von Theorie und Praxis kommt den Auszubildenden wie der Branche zugute.

 

Modernes Konzept

Ein zusätzliches viertes Ausbildungsjahr soll die bisher dreijährige Fachkräfteausbildung ergänzen. Bereits in einem Orientierungsjahr in der neunten Schulstufe arbeiten professionelle Bildungscoaches mit Jugendlichen und Eltern zusammen. Damit werden individuelle Bildungspfade kreiert, die auch internationale Lernerlebnisse beinhalten können. Frei wählbare Pflichtmodule eröffnen die Möglichkeit, individuelle Stärken zu vertiefen. Neben Schule und Betrieb erfolgt die Ausbildung zusätzlich  in weiteren dezentralen Bildungsstandorten wie Sennereien, Bauernhöfen, Alpbetrieben, Weingütern oder etwa Metzgereien.

 

Individueller Ausbildungsweg

Diese zeitgemäße Kompetenzen und Kooperationen zielen darauf ab, den jugendlichen Nachwuchs für die Gastronomie und Hotellerie seinen Neigungen entsprechend noch punktgenauer abzuholen. Von dieser neuen Qualität profitieren der Auszubildende, der Gast und die Wirtschaft. Auch neue Berufsbilder wie Barkeeper, Food & Beveragemanager, Käse- oder Wein-Sommelier, Housekeeping etc. machen die Tourismusbranche dank neuem Bildungssystem zum Gewinn für Auszubildende wie Gastgeber.

 

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